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"Titanic" Kapitel 1



Kapitel 1

Am Abend des 10 Aprils war es noch relativ warm an Deck. Man konnte von etwa 15 Grad ausgehen. Also in etwa zu kalt für ein T-Shirt, allerdings auch zu warm für eine Jacke. Die Gebrüder Ceccarelli waren dort hart im Nehmen. Beide standen im T-Shirt hinten am Heck und schauten auf das weite Meer. Das Wasser sprudelte hinter den Schiffsschrauben in Wellen auf und ab. Dieses Sprudeln schien eine beruhigende Wirkung, obwohl Giacomo schon eh den ganzen Tag ruhig war. Emanuele nahm sich eine Zigarette, zündete sie an und zog. Dann bot er sie seinem Bruder an. Giacomo wartete einen Moment und sah erst abschätzend auf die Zigarette und dann zu Emanuele. Er griff nach der Zigarette und zog gierig während er in die weite, schwarze Leere des Meeres blickte. "Giacomo...", begann Emanuele ruhig. "Was bedrückt dich?", fragte Emanuele behutsam. Giacomo gab einen Moment lang keine Antwort. Er würdigte seinen großen Bruder auch keines Blickes und zog stattdessen hastig an der Zigarette. Eine Minute später warf er sie in das Meer. Verdammt! Emanuele war ein guter Mann, ja, aber konnte er denn nichtmal mutmaßen, was Giacomo bedrückte? War er so dumm und naiv? Giacomo zerriß sich nach einer kurzen Antwort auf Emanueles Frage. "Ich fühle mich schlecht. Es geht um unsere Eltern!", erklärte schnell und wandte seinen Blick dann wieder dem tiefen Meer zu. Emanueles verzweifelndes Seufzen war deutlich zu hören. Er war sprachlos. Emanuele wusste nicht mehr, was er noch sagen sollte, das war klar. Aber warum sagte er dann einfach nichts mehr? Das wäre sicherlich das Beste. Dann drückte Emanuele sich von der Reeling fern und ging zu einer Bank hinter ihnen. Er saß sich hin. Mit einem Klopfer auf die Bank deutete er Giacomo sich zu setzen. Giacomo tat wie ihm geheißen. "Giacomo. Das Schicksal unserer Eltern ist umungänglich. Wir müssen akzeptieren, was passiert ist." Es folgte ein kurzer Moment der Stille. "Aber lass uns doch auch an das Gute denken. Sie haben ein Leben lang für unser Leben gearbeitet. Sie sind gestorben, um uns ein gutes Leben mit beächtlichem Kapital zu ermöglichen-", Emanuele wusste, dass er eine empfindliche Stelle seines Bruders getroffen hatte und brach den Satz sofort ab. Vorsichig blickte er zu Giacomo und erkannte ein wütendes Funkeln in dessen Augen. "Du hörst dich an wie ein geldgeiler Erbe, der es nur allzu ungelduldig abwarten konnte, dass unsere Eltern krepieren. Entweder du bist wirklich so, oder du stellst dich einfach nur unglaublich dumm mit der Wahl deiner Worte." Emanuele bekam die Wut seines Bruders stark ab. "Aber es geht mir nicht einen kleinsten Prozent um das Geld meiner Eltern. Ich tue etwas, was dir anscheinend in deinen kühnsten Träumen nicht über die Lippen käme: ich vermisse sie." Das machte Emanuele auch ein wenig grießgrämig. Wie konnte sein Bruder es wagen zu behaupten, dass Emanuele seine Eltern nicht ebenso vermissen würde. Giacomo schien zu wissen, was Emanuele gerade dachte und sagte: "Zumindest merkt man es nicht!" Mit diesen Worten stand Giacomo auf und verschwand rasch. Emanuele beugte sich nach vorne und stützte seinen Kopf auf seinem Armen. Sein Blick rangte in Richtung Boden. Natürlich vermisste er seine Eltern. Aber sind sie gestorben. Paolo und Caréssa Ceccarelli waren tot. Sie erlagen einer Krankheit, dessen Heilung auch die angesparten Millionen nicht begüngstigt hätte. Es gab anscheinend keine Heilung für diese Krankheit. Bis zum Ende ihrer Lebenszeiten kämpften sie mit einer einfachen Erkältung. Wo gab es denn sowas? Wo erlag man einer einfachen Erkältung? Emanuele hat darüber recherchiert und herrausgefunden, dass solche Todesfälle vermehrt in Indien und Afrika vorkamen. Paolo und Caréssa Ceccarelli aber unternahmen nie eine Reise in diese Länder. Ihr Tod war unerklärlich. Verzweifelt zündete sich Emanuele eine weitere Zigarette an und vergoss dabei eine Träne.

Es war mittlerweise Zehn Uhr am späten Abend, aber unten in den dritten Klassen war es noch immer voll. Besonders auf den Fluren. Viele Immigranten und Ausländer konnten die Schilder und Wegweiser nur unzulänglich deuten und benötigten Hilfe von den genervten Crewmitgliedern. Offenbar kamen sie dadurch nicht ihren eigentlichen Aufgaben nach. Das stresste sie. Chloé Marchand war ebenfalls genervt. Hätte sie sich lieber ein Ticket erster Klasse besorgt. Hier unten, in den "Katakomben" der Titanic, war es schwer, sich einen Weg durch die Gänge zu bahnen. Andauernd stießen sie fremde Menschen an. So, wie sie dann artikulierten, fluchten sie dann anscheinend auch noch über Chloé. Sie war bislang den ganzen Tag an Deck und beobachtete die Menschen. Sie hatte ihre Zielperson verloren. Und dann war da ja noch der Mann, denn sie ausversehen in der Bar angerempelt hatte: Mister Mollard. Sie hatte ihn auf ein Essen eingeladen, allerdings fand sie ihn bislang nicht. Erst, als sie abends ihre Suche aufgab, beschloss sie, ihr Zimmer zu suchen. Nun ging sie die Gänge der dritten Klasse entlang. Zimmer 134... Zimmer 135... Zimmer 136... Ah, da war es ja. Sie hatte ein Ticket für das Zimmer 137 gekauft. Sie öffnete die Tür und blieb abrupt stehen. Vier Betten waren auf engsten Raum zusammen gepresst. Komfortabel? Fehlanzeige! Jedes Bett hatte noch einen Hocker und einen kleinen Schrank zur Aufbewahrung seiner Habseligkeiten, aber mehr...? Jetzt war sich Chloé sicher, dass sie sich lieber ein Ticket erster Klasse hätte kaufen sollen. Zudem war sie nicht alleine. Es befanden sich noch zwei Zigeunerinnen in ihrem Zimmer. Sie sprachen ununterbrochen in einem unverständlichen Kauderwelsch und würdigten ihre neue Mitbewohnerin anscheinend keines Blickes. Chloé Marchand wurde wütend. "Cette putains dans ma chambre? C'est pas drôle!" fluchte sie auf Französisch und saß sich auf das untere Bett links von ihr. Sie öffnete ihre Handtasche und zog wieder Stift und Notizblock heraus. Etwas Silbernes glänzte ihr entgegen. Als sie fertig mit ihren Notizen war, steckte sie ihren Stift und den Block wieder zurück. Dabei fiel ihr die Tasche um. Das silberne Ding fiel raus. Eine Revolver! Einer der Zigeunerinen schrie erschrocken auf. Instinktiv blickte Chloé zur Tür und saß einen Schlüssel im Schloss. Schnell schloss sie ab und nahm ihre Revolver. Sie hob die Pistole hoch und zielte auf die Zigeunerinnen. Sie wimmerten. Die Zweite sank zu Boden und kauerte sich an die Wand. Dann hob Chloé langsam ihre Waffe an ihren Kopf. Dabei blickte sie den beiden Frauen leer entgegen. Chloé hob die zweite Hand und drückte ihren Finger gegen ihre Lippen. Sie deutete an, dass die beiden Frauen leise seien sollen. Doch die eine Zigeunerin schrie ein zweites Mal auf. Chloé nahm ein Kissen und drückte es gegen den Ablauf. Sie zielte auf den Fuß der Zigeunerin und kam näher. Dann drückte sie ab. Einen langen Moment herrschte Stille. Beide Ausländerinnen wimmerten. Chloé hob das Kissen. Gereizt schauten alle drei Frauen auf den Fuß der Zigeunerin und sahen zu ihrem Erstaunen, dass keine Schusswunde zu sehen war. Chloé öffnete den Verlauf der Revolver, um den beiden Frauen zu zeigen, dass die Revolver entladen sei. Sie haben verstanden. Beide lachten nervös und Chloé saß sich zurück auf ihr Bett. Die Zigeunerinnen huschten zur Tür, öffneten sie und gingen schnell raus. Die Revolver verschwand wieder in ihrer Handttasche und Chloé ging ebenfalls zur Tür. Ein Offizier trat ihr entgegen und sie erblickte hinter ihm die beiden Zigeunerinnen. Solche Miststücke! dachte sie. "Guten Abend, Miss...?", fragte er. Sie antwortete, dass sie Miss Marchand sei. "Miss Marchand, kann ich ihnen irgendwie behilflich sein?" Sie brauchte Klamotten und Verpflegung. Sie erklärte ihm, dass er mitkommen solle. Chloé würde ihm die Situation beschreiben. " 'err Offizier. Ich 'abe leider ein Problem. Ich 'abe meine Koffer in Southhampton vergessen." Der Offizier und Chloé verschwanden um die Ecke. Die Zigeunerinnen hatten anscheinend doch nichts gesagt. "Das ist bedauerlich.", sagte er wie eingespielt. Chloé griff nach seinem Kopf und küsste ihn. Zugegeben war er attraktiv. Doch er war ein Kind im Vergleich zu ihr. Der Offizier öffnete mit einer Hand die Tür hinter ihnen und sie verschwanden in einem leeren Raum. Chloé schloss ab und sie liebkosten sich. Als der junge Offizier völlig in seiner Ekstase versessen war, sah Chloé die Chance für sich und nahm im die Schlüssel unbemerkt ab. Gerade als er sie am Hals küsste ertönte das Laden der Revolver. Abrupt hörte er auf und stieß sie zurück. Die Revolver war auf seinem Kopf gerichtet. Geschockt blickte er in ihr lächelndes Gesicht. Er hatte immer noch nicht bemerkt, dass sie ihm die Schlüssel abgenommen hatte. "Aber Miss Marchand. Was hat das zu bedeuten?", wollte er wissen. Chloé kicherter hämisch. "Für sie, mein Lieber, rein garnichts!", erklärte sie kurz und haute ihm den Lauf der Pistole gegen den Nacken. Er fiel um und war bewusstlos. Sie zerrte den jugen Offizier von dem Bett, auf dem er sie verwöhnt hatte, und schob ihn weit unters Bett. Er war wirklich gut! Ein Frauenversteher anscheinend. An der Tür stehengeblieben blickte sie nocheinmal in den Raum und vergewisserte sich, dass man den Offizier nicht sah. Chloé trat vor die Tür und richtete ihr Kostüm. Ihr Blick richtete sich nach rechts und sie sah einen Mann wütend den Mann entlang gehen sehen. Ihm war anscheinend nicht kalt; er lief im T-Shirt herum. Chloé begab sich nun auf die Suche nach neuer Kleidung.

Edward Mollard schlief bereits. Er war sehr erschöpft von dem heutigen Tag. Carolyn und Lloyd waren es ebenfalls, doch sie blieben noch eine Weile wach. Sie unterhielten sich. Lloyd hatte ein paar Stücke Holz und sein Schnitzmesser mit, momentan schnitzte er an einem Herz. Carolyn fand es bereits jetzt wunderschön. "Lloyd, was für ein Holz ist das?", wollte sie wissen. Lloyd hob das Stück Holz hoch und betrachtete es. "Ich würde sagen, dass es einfache Eiche ist. Ich habe es im Wald gefunden.", antwortete er. Dann blickte er zu Boden. Er war voll mit Schnitzresten und Holzsplitter. Carolyn wusste, was er gerade dachte und musste lächeln. "Wir haben bezahlt, Lloyd. Wir dürfen hier machen, was wir wollen." Sie waren in einer luxuriösen Suite mit insgesamt vier Räumen untergebracht. Es waren zwei Schlafzimmer, ein Tresor- und Büroraum und ein großes Wohnzimmer. Carolyn und Lloyd teilten sich ein Zimmer. Die Betten waren getrennt. Um Lloyd von ihrer Aussage zu überzeugen, ging sie zum Kamin. Wunderschöne Porzellanfiguren standen auf dem Kaminsims. Eine Figur nahm Carolyn und betrachtete das Kunstwerk. Es war ein klassischer Engel, der gerade auf einer Harfe spielte. Carolyn versicherte sich, dass Lloyd zu ihr schaute und ließ die Figur unberührt fallen. Sie zersprang in ein paar grobe Porzellanstücke. Lloyds Blicke blieben unüberrascht und kühl. Stattdessen musste er lächeln und stand auf. "Ja, Carolyn. Du hast wohl Recht." Lloyd ging zu Carolyn und umarmte sie. Dann klopfte es an der Tür. Sie zuckten zusammen. Dann musste sie wieder lächeln. "Graf von Mollard, bitte übernehmen sie das", witzelte sie in einem äußerst hohem Ton. Er winkte ab wie ein Matrose und ging zur Tür. Es klopfte ein zweites Mal, als Lloyd "Graf von Mollard" die Tür öffnete. Ein junger Offizier stand ihm gegenüber. "Sir, mir wurde mitgeteilt, dass Lärm aus diesem Raum kam?" Wie konnte ein solch leichtsinniger Matrose es nur wagen...? Schließlich war Lloyd ein Graf. "Junger Mann...", Lloyd stellte seine Stimme tiefer. Glücklicherweise hatte er schon einen recht ausgeprägten Bartpflaum, der ihn älter wirken ließ. "...ist ihnen bewusst, wer gerade vor ihnen steht? Niemand Geringeres als Lloyd Graf von Mollard. Ich habe viel Geld für diese Suite bezahlt, also behalte ich es mir vor, zutun und zulassen, was ich will!" Lloyd wies den Matrosen regelrecht zusammen. "Aber Sir-" Lloyd winkte ab. "Wenn ihnen an ihrer Beschäftigung auch nur ein wenig liegt, dann belästigen sie mich nicht weiter. Haben sie Kinder?", hakte Lloyd nach. Der Offizier nickte schüchtern. "Carolyn, mein Schatz? Kommst du einmal?" Darraufhin trat eine Frau an Lloyds Seite, die sich als Carolyn Gräfin von Mollard vorstellte. "Was ist den los, Lloyd?", fragte sie gespielt verblüfft. "Dieser junge Mann meint sich um unser Wohlergehen zu kümmern müssen. Vergewissere ihm doch einmal, dass alles in bester Ordnung ist." Carolyn nickte. "Ja, Herr Offizier, alles ist in Ordnung. Sie haben nichts zu befürchten." Der Offizier nickte, und ging dann wieder. Lloyd schwang die Tür zu und sank an ihr herunter. Beide brachen in schallendes Gelächter aus. "Lloyd Graf von Mollard?", kichterte Lloyd. "Aber ja, mein Schatz. Natürlich bist du ein Graf. Und soll ich dir auch sagen, was für einer?", witzelte Carolyn. Lloyd nickte. "Du bist Graf Koks!" Eine weitere Lachorgie brach über die Beiden ein. Als sie sich beruhigten, sagte Carolyn, dass Lloyd äußert alt und erwachsen wirkte. "Ich finde, du hast ihn überzeugt. Meinst du nicht?" Lloyd war sich nicht sicher. Dann ging eine Tür auf. Edward trat in den Raum. Er war vollkommen verschlafen. "Kinder, was ist hier los?" Doch die Frage beantwortete sich von selbst. Der Teppich war verrutscht, eine Porzellanfigur lag grob auf den ganzen Boden verteilt und die Holzreste von Lloyds Schnitzerein schmückten noch das Ganze. Auch Edward musste lachen. Erneut klopfte es. Diesesmal begab sich Edward zur Tür. Er öffnete sie galant. Er musste von dem Schauspiel seiner Kindern mitbekommen haben, denn er versuchte, dass Schauspiel fortzusetzen. Doch Edwards Miene wurde sofort wieder ergraut und er wirkte so nervös wie am frühen Mittag des Tages. "Monsieur Mollard. Ich bin erfreut, sie doch noch aufzufinden. Ich 'abe sie bereits gesucht." Es war die Frau von heute Morgen aus der Bar, die Edward angerempelt hatte. "Ich möchte sie aller'erzlichst morgen früh zum Frü'stück einladen. Ist ihnen das genehm?" Edward nickte. "Aber na-natürlich, ja. Kommen sie morgen früh nocheinmal vorbei, einverstanden?" Edward wollte anscheinend so schnell wie möglich die Tür wieder hinter sich schließen, doch die fremde Dame kam ihn zuvor. "Mein Name ist übrigens Chloé Marchand. Ich bin 'öchst erfreut sie kennenzulernen. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend." Mit diesen Worten verabschiedete sich Chloé Marchand. Edward schloss die Tür. Carolyn und Lloyd haben verstanden. "Das war die Frau aus der Bar heute Morgen, richtig?", hakte Lloyd nach. Edward nickte verstimmt. "Wie dem auch sei, ich wünsche euch eine gute Nacht, Kinder." Er verließ das Zimmer wieder in Richtung Bett.

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