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"Titanic" Kapitel 2



Kapitel 2

Es war der 11 April 1912. An diesen Morgen war es noch ziemlich frisch. Die Titanic hielt noch ein drittes Mal in England an der süd-westlichen Küste. An Deck beugte sich Chloé Marchand über die Reeling und blickte über das Meer an Menschen. Sie alle waren Gäste der Titanic und mussten noch in das Schiff eintreten. Abschätzend musterte sie all die Menschen, die sich mittlerweise hinter ihr versammelten, um ihren Verwandten und Freunden noch ein letztes Mal auf Wiedersehen sagen konnten. Wie Abschaum siedelten sie sich an Deck um nach etwas zu geifern. Chloé's schlechte Gedanken vertieften sich, als sie einen Blick auf die Uhr wagte: Es war mittlerweise 10:50 Uhr. Chloé war doch mit Edward Mollard zum Frühstück verabredet. Sie richtete sich auf und begann sofort den Weg zum Speisesaal anzutreten. Noch vor etwa einer Stunde sprach Chloé ein weiteres Mal mit Edward Mollard und verabredete, dass sie sich um 11:00 Uhr treffen würden. Sie würden sich in einem Restaurant der dritten Klasse treffen...
Ein weiterer Blick auf die Uhr. Nun war es 5 nach 11. Edward Mollard jedoch war noch immer nicht zu sehen. Chloé hatte inzwischen einen Kräutertee serviert bekommen. Der Kellner war ein rauer Klotz mit wenig Hirn und viel Muskelmasse. Er erfüllte geradezu das Klischee einer dümmlichen Schlägertype. Benehmen musste der Kellner ebenso wenig besitzen, denn er machte sich keine Mühe, die Blicke in Chloé's Dekolléte zu verbergen. Welch unmanierlicher Schuft! Diese und andere Beleidigungen dachte Chloé sich in Massen aus und überlegte, sie denn idiotischen Mann entgegen zu werfen. Doch stattdessen beherrschte sie sich und blickte wieder in die Menge an Zigeunern, Immigranten und Tagelöhnern. Sie alle lachten und amüsierten sich scheinbar köstlich. Wie konnten sie nur Spaß in solch einem Niveau haben? Komisch. Im Blickwinkel nahm sie eine Person war, die sich ihr näherte. Chloé wandte den Kopf und sah Edward Mollard. Er war offenbar verlegen. Chloé stand auf und reichte Edward die Hand. „Ah, Monsieur Mollard. Isch bin erfreut sie 'ier zu sehen. Bitte, setzen sie sich doch!“ Chloé wies auf den zweiten Stuhl am Tisch. „Wie geht es ihnen 'eute?“, fragte sie neugierig. Edward nickte nur und sagte, dass es ihm gut ginge. Chloé warf dem Kellner einen bissigen Blick zu, dieser jedoch deutete richtig und begab sich zu ihrem Tisch. „Kann ich nun bedienen?“, fragte er mit einer unerwartet diskreten Haltung. Chloé nickte und deutete wortlos auf ein Menü in der Karte. Unter der Rubrik „Breakfast“ wählte sie ganz typisch Toast mit Marmelade und Käse sowie Ei und Speck mit einem Glas Orangensaft. Ein Klassiker! Dann drehte sich der plumpe Kellner zu Edward. „Und sie, mein Herr? Was kann ich ihnen bringen?“ - „Dasselbe, was die junge Dame bestellte.“ Der Kellner verließ den Tisch und Chloé schaute wieder Edward an. „Nun, Monsieur, isch möchte mich noch einmal für mein untröstliches Verhalten entschuldigen. Es tut mir-“, Edward hob die Hand. „Entschuldigen sie, Miss, aber ich habe verstanden. Es tut ihnen leid.“ Chloé war überrascht. Sie hatte keine solche Reaktion von Edward, dem sonst so schüchternen und nervösen Mann, erwartet. Doch ehe sich Chloé sein noch eben vor Selbstbewusstsein erstrahlendes Gesicht anschauen konnte, da zerfiel er schon wieder in die alte und zaghafte Mimik und schaute zu Boden. „Oh, nun wenn das so ist. Also, ich wünsche ihnen einen guten Appetit.“ Die Beiden aßen noch ihr Frühstück und trennten sich dann. Edward wünschte Chloé noch eine angenehme Reise und verabschiedete sich rasch, während Chloé noch eine Weile im Lokal sitzen blieb. Sie war offen gestanden etwas schockiert über die plötzliche Reaktion von Edward. Hatte sie sich zu überschwinglich benommen? War sie zu auffällig?
Chloé grübelte weiterhin...


Giacomo Ceccarelli ging rasch die Gänge am B-Deck entlang. Er war gerade vor einer Stunde aufgestanden und noch immer ziemlich müde. Der Streit gestern mit seinem Bruder hinterließ irgendetwas. Giacomo konnte nicht deuten, was es war. Dies quälte ihn. Giacomo lehnte sich ab und an mal für ein paar Sekunden an die Reeling und schaute auf das weiter Meer hinaus. Er dachte viel nach. Emanuele konnte nicht der geldgeile Mann sein, für den Giacomo ihn hielt. Oder war er es doch? War Emanuele schlicht und einfach nur hinter dem Geld seiner Eltern her? Nein, unmöglich! Giacomo kannte Emanuele. Zwar war Emanuele früher immer ein rüppelhafter Idiot mit wenig Feingefühl und gesteigerten Aggresionsverhalten, doch er hatte gelernt, dies unter Kontrolle zu kriegen. Nie also käme Giacomo auf den Gedanken, dass Emanuele in seine alten Muster zurück fallen würde. Aber was, wenn doch? Kurz schaute Giacomo noch einmal über das weite Meer und stieß sich dann zurück mitten auf den Gang und prallte mit einem Mann zusammen. Der Mann fiel und stöhnte laut. Giacomo war unverholfen und bot dem Umgefallenen seine Hand an. Doch dieser verwehrte und baute sich vor Giacomo auf. „Hast du keine Augen im Kopf? Schau besser einmal, wo du hingehst. Du stellst ja eine Gefahr für jedermann dar!“, schimpfte der Mann. Giacomo lächelte und streckte dem Mann noch immer seine Hand entgegen. Es passierte genau das, was Giacomo wollte. Der Mann war verdutzt und gleichzeitig verärgert über das unschuldige Lächeln Giacomos. „Guten Morgen, Sir. Mein Name ist Giacomo Ceccarelli. Ich bin untröstlich.“, sagte er nun. Noch immer starrte der Mann plump auf die Hand, die Giacomo ihm anbot und nahm sie schließlich. Er drückte fest zu. „Es freut mich nicht, sie kennen zu lernen. Mein Name ist Edward Mollard.“ Giacomo jedoch blieb unberührt. Sämtlichen Druck, den Edward Mollard auf die Hand des Jungen ausübte, schien ihn nicht zu kümmern. War er so schmerzlos? „Nun, Mister Ceccarelli, ich muss weiter. Auf Wiedersehen!“ Rasch verschwand Edward Mollard und flüsterte noch weiter unverständliche Dinge. Charmant wie eh und je! dachte sich Giacomo über die Passagiere der ersten Klasse. Giacomo musste lächeln. Er hatte kurz all den Stress, der ihm durch den Kopf ging, vergessen. Vielleicht sollte er öfters andere Herrschaften anrempeln. Er dachte vergnügt nach und ging ein Stück am Deck entlang. Plötzlich lag etwas Hölzernes vor Giacomos Füßen. Es schien wie eine ziemlich kleine Holzbox auszusehen. Er bückte sich und betrachtete den Gegenstand mit prüfenden Blick. Tatsächlich, es war eine kleine Truhe aus Holz. Sie hatte allerdings ein Schloss aus Messing. Es glänzte so schön. Dann erhob sich Giacomo und schaute sich nach anderen Passagieren um, die ihn gesehen haben könnten. Doch Nein, hier war niemand. Giacomo grübelte. Wem könnte diese kleine Kiste gehören? Was war ihr Inhalt? Plötzlich schoss es Giacomo durch den Kopf: Diese Kiste musste dem hastigen Mann zu gehören, ja. Nur war dieser Edward Mollard bereits verschwunden. Giacomo versteckte die Holzkiste unter seinem Jacket und begab sich zum Frühstück. Er beschloss, dass er dem Unbekannten seine Kiste wiedergeben würde, sobald er ihn wiedersehen würde. Das war hoffentlich nicht allzu unwahrscheinlich. Er trat in das Restaurant und frühstückte erst einmal...


Lloyd rannte. Er rannte so schnell er konnte den Gang entlang. Mit Schuhen! Die Wände waren aus schönen, weißen Holz und der Boden mit Teppich ausgeschmückt. Und Lloyd rannte mit Schuhen, mit dreckigen Schuhen auf dem Teppich. Dicht hinter ihm war seine Schwester. Sie lachte, während sie ihrem Bruder hinterher rannte. Sie schrie, dass Lloyd stehen blieben soll und lachte dabei köstlich. Sie spielten Fangen. Allerdings rannten Lloyd und Carolyn vor einem Offizier weg, dessen Kopfbedeckung sie gestohlen hatten. Er fluchte während der Offizier den Kindern händeschüttelnd hinterher rannte. „So bleibt doch stehen, ihr kleinen Zwerge!“ Carolyn war näher an dem Bediensteten des Schiffs dran und zeigte ihm den Mittelfinger. Daraufhin wurde er schneller. Carolyn bemerkte dies und wurde nervös. Lloyd blickte nach hinten und schaute zu ihr. „Carolyn, ist alles in Ordnung? Komm, schneller!“, schrie er. Doch Carolyn fiel plötzlich. Sie schrie. Lloyd blieb abrupt stehen und schaute zu ihr. Er schrie ihren Namen. Carolyn regte sich nicht. Sie lag mit dem Gesicht zu Boden und der Offizier holte sie ein. Er beugte sich zu ihr nieder und blickte triumphierend zu Lloyd. Dann griff er Carolyn unter die Arme und drehte sie um. Er ließ sie fallen, denn er war erschrocken. Es rannte Blut aus ihrer Nase. Carolyn stöhnte auf, als sie unsanft auf den Boden aufkam. Lloyd beobachtete gespannt den Offizier. Er holte ein Taschentuch raus und tupfte ihr die Nase, doch trotzdem floss das Blut aus ihrer Nase. „Carolyn! Carolyn! Ist alles in Ordnung?“ Lloyd jedoch wusste, dass Carolyn etwas geschehen sein musste. Sie begann zu schreien. Sie schrie, dass die Schmerzen so unerträglich sein. Lloyd begann Carolyn entgegen zu laufen. Der Offizier richtete sich auf und schaute Lloyd starr entgegen. „Du verdammter Basdart! Lass Carolyn in Ruhe oder-“ Jemand hielt Lloyd fest. Doch es war nicht der Offizier, es musste jemand anders sein. Lloyd schrie. „Lass mich los! Sofort! Wer auch immer du sein magst...“ Er schlug wild um sich. Doch der Griff war fest. Lloyd beruhigte sich und drehte sich langsam um. Er sah die junge Dame, die sich als Chloé Marchand ausgab, als sie einen kleinen Unfall mit seinem Vater hatte. „Ja, was zum...? Lassen sie mich los! Was fällt ihnen ein?“, schrie Lloyd. Chloé Marchand hob ihren Finger zu ihrem Mund und deutete Lloyd, dass er ruhig sein sollte. Lloyd begriff nicht ganz, doch er beruhigte sich. „Ich regele das.“ Chloé ließ Lloyd los und ging den Gang entlang zu Carolyn und dem Offizier. Sie blickt ernst und mahnte den Offizier, dass er zur Seite gehen solle. „Was ist geschehen?“, fragte sie nachdrücklich. „Mit Verlaub, Madame, diese beiden Kinder haben meine Mütze geklaut. Ich rannte ihnen hinterher, als diese junge Dame fiel.“, erklärte der Offizier. Chloé lehnte Carolyn an die Wand und reichte ihr ein zweites Taschentuch. Sie klopfte Carolyn leicht gegen den Hinterkopf. „Carolyn? Bitte antworte mir.“ Carolyn gab ein Laut von sich und Chloé wusste, dass Carolyn nicht bewusstlos war. Nun drehte sich Chloé zum Offizier. „Ist ihnen bewusst, dass dieses Mädchen kaum älter als 16 Jahre ist? Sie, mein junger Mann, sind dafür verantwortlich, dass dieses Mädchen sich die Nase gebrochen hat. Und der Junge da drüben leidet gerade an einem Kreislaufzusammenbruch. Ist ihnen das bewusst? Dieser Vorfall wird nicht ungemeldet bleiben. Seien sie froh, wenn sie diese Fahrt noch arbeiten dürfen.“ Doch der Offizier ließ sich so leicht nicht einschüchtern. Er blickte zuerst zu Lloyd, dann zu dem Mädchen und dann zu Chloé. „Entschuldigen sie, Madame, aber diese jungen Kinder haben keinen Anlass dazu mich zu beklauen. Wenn ich dem Kapitän meine Sichtweise der Situation schildere-“ - „Der Kapitän wird trotzdem nicht abwägen sie früher oder später zu kündigen. Sie sind verantwortlich dafür, dass sich ein Kind gefährlich verletzt hat. Sind sie sich keiner Schuld bewusst, oder wie erklären sie mir das?“, hakte Chloé nach. Der Offizier schüttelte den Kopf, er war jedoch schon sichtlich eingeschüchtert. Plötzlich richtet Chloé ihre silberne Revolver gegen den Kopf des jungen Offiziers. Wieder hob sie ihren Finger und deutete dem Angestellten ruhig zu sein. Chloé blickte sich um und vergewisserte sich, dass Niemand im Gang da war. Sie lud die Revolver. Lloyd blickte erschrocken. Doch er durfte nicht schreien. Aber diese Dame richtete eine Schusswaffe auf einen Menschen. Was sollte er tun? „Sie haben die Wahl. Gestehen sie sich ihren Fehler ein und erklären sie dem Kapitän, was sie getan haben. Anschließend erzählen sie keiner Person mehr von dieser Situation. Oder möchten sie, dass wir Beide uns noch einmal wiedersehen?“ Eines musste man Chloé lassen: Sie ging präzise und kompromisslos an scheinbar komplizierte Situationen ran, auch wenn ihre Vorgehensweise oftmals fragwürdig erschien. Der Offizier nickte hastig und bejahte. „Ich werde nun gehen.“, erklärte der junge Mann und verschwand hastig. Chloé ließ ihre Revolver verschwinden und drehte sich um. Sie rief Lloyd zu, dass er herkommen soll. Langsam kam er auf seine Schwester und diese mysteriöse Dame zu. Chloé beugte sich zu Carolyn, die alles beobachtet hatte. Sie schien wieder bei sich zu sein. Carolyn griff sich an die Nase und verzog ihr Gesicht vor Schmerzen. „Deine Nase ist gebrochen.“ Chloé blickte ernst zu Carolyn. „Du, dein Bruder und ich begeben uns jetzt erst einmal zu einem Arzt.“ Lloyd und Chloé stützten Carolyn und zusammen begaben sie sich zu dem nächsten Angestellten des Schiffs um einem Arzt zu kontaktieren...

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