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"Titanic" Kapitel 3



Kapitel 3

Es war spät Abends. Giacomo und Emanuele Ceccarelli waren bereits auf ihrer Suite. Doch während sich Emanuele im Inneren ein wenig mit anderen Wohlhabenden der ersten Klasse unterhielt, befand sich Giacomo auf der Terrasse und trank einen Whiskey. Wieder einmal betrachtete er gedankenlos das schwarze Wasser. Die einzelnen Wellen erstrahlten in den Glanz des imposanten Mondes. Mit seiner Hand ahmte Giacomo ein wenig den Wellengang nach. Er nahm einen weiteren Schluck Whiskey, den er langsam genoß. Dann stellte Giacomo das Glas ab und griff nach der Holzschatulle, die er am heutigen Morgen auf dem Deck fand. Giacomo hatte beschlossen, dass er die Kiste unverzüglich zurück geben würde, sobald er diesen Edward Mollard wieder traf. Wie schwer konnte das schon auf solch einem Schiff mit begrenzten Raum sein? Doch weit gefehlt! Hier war durchaus genug Platz um eine Hand voll Menschen mühelos verschwinden zu lassen. Jedenfalls hatte Giacomo Mister Mollard bislang nicht wieder gesehen. Was also tat er nun? Giacomo war neugierig, er wollte wissen, was der Inhalt dieser Kiste war. Er hielt noch einmal die Kiste genau vor Augen. Das schimmernde Schloss musste doch irgendwie zu öffnen sein! Doch des Rätsels Lösung blieb Giacomo weiterhin verborgen. Außerdem musste er doch die Privatsphäre anderer Leute achten. Es gehörte sich nicht, das, was er da tun wollte. Also legte Giacomo die Holztruhe wieder beseite und griff zu seinem Glas mit Whiskey. Er nahm ein paar weitere Schlücke und ging zur Tür, um seinem Bruder zu lauschen. Giacomo lehnte sich gegen die Wand und beobachtete diese wohlhabenden Menschen. Ihr schier arroganter Blick widerte Giacomo an: Wie konnten diese vom Konsum verwöhnte Menschen sich nur solch ein vernichtendes Urteil über weniger erfolgreiche Menschen erlauben? Gewährte ihnen etwa ihr ganzes Geld dieses Privileg? „Nun, Mister Ceccarelli, hat ihr Vater denn auch diese niederen Menschen behandelt? Diejenigen, die kein Geld besaßen und arm waren?“ Der reiche Mann spottete während seine Gattin das passende Lächeln dazu auflegte. Miststück! „Wenn das Geld stimmt!“, erweiterte Emanuele den Witz und alle brachen in herrliches Gelächter aus. Nach einiger Zeit bat Emanuele seine Gäste wieder zu Ruhe um weiter zu erzählen: „Aber in Wirklichkeit war mein Vater schon dankbar, wenn er für die durchgeführte Behandlung keine Krankheiten von diesem Gesindel ab bekam.“ Und wieder lachten Emanuele und seine Gäste herzlich. Giacomo hingegen wurde immer wütender. Wie konnte Emanuele nur so arrogant sein? War er etwa doch so, wie Emanuele es insgeheim vermutete? „Guten Abend, meine Damen und Herren. Mein Name ist Giacomo Ceccarelli. Ich bin der Bruder, von denen ihnen Emanuele eben erzählte. Und ich unterbreche dieses Gespräch um einige Differenzen aufzuklären. Zunächst einmal war mein Vater ein Arzt, der auch durchaus die 'niedere Gesellschaft', wie sie es bezeichnen, behandelt hat. Und nur einmal so nebenbei bemerkt möchte ich erwähnen, dass mein Vater nicht ausschließlich durch seine medizinische Karriere sein Vermögen angehäuft hat, sondern in erster Linie durch seine Schriftstellerei. Er war ebenso ein bedeutender Autor. Sie geistig beschränkten Personen können dies natürlich nicht wissen.“ Giacomo machte eine kurze Pause. Er betrachtete das ungläubige Gesicht seines Bruders und die erschrockenen seiner Gäste. „Und zu guter Letzt möchte ich erwähnen, dass auch mein Bruder nicht der erfolgreiche Kaufmann ist, für den er sich ausgibt. Er ist lediglich ein arbeitsloser Junggeselle, der gerade einmal anfängt, sein Studium zu planen. Und in diesem Sinne wünsche ich ihnen noch einen guten Abend.“ Wütend trampelte Giacomo wieder auf die Terrasse, griff nach der Schatulle, leerte seinen Whiskey und begab sich aus der Suite auf die Gänge. Giacomo knallte die Tür zu seiner Suite regelrecht zu. Er lehnte sich erst einmal ein paar Sekunden gegen die Wand neben der Tür und atmete tief durch. Noch immer konnte er nicht fassen, wie er gerade seinen Bruder zurecht gewiesen hatte. Ein Mischung aus Schockierung und Stolz durchfuhr seinen Körper. Giacomo hatte sich so eben ein weiteres Mal gegen seinen Bruder aufgestämmt. Dann musste Giacomo lächeln. Er dachte daran, dass er langsam darin geübt sein, seinen Bruder die Stirn zu bieten. Aber in was für einer Angelegenheit. Konnte man darauf stolz sein? Wegen unnötiger Streitigkeiten auseinander leben? Das war wirklich traurig. Giacomo erinnerte sich wieder, dass er die Holzschatulle in der Hand hielt. Er hatte vor lauter Aggressionen ziemlich stark zugegriffen, doch bei genauerer Betrachtung bemerkte Giacomo, dass die Truhe nicht beschädigt war. Dann schaute er sich um. Viele junge und parfümierte Damen gingen zusammen mit ihrer Begleitung an Giacomo vorbei. Sie schienen alle viel Geld zu besitzen. Und sie waren alle wunderschön. Doch wusste Giacomo, dass diese Schönheit nicht echt war: Sie bestand lediglich aus teuren Kosmetika. Giacomo fand dies traurig. Weiter hinten im Gang waren einige vornehm gekleidete Männer bei einander und unterhielten sich rege. Diese Männer waren alle älter, denn sie hatten schon schlohweiße Haare und ihre Stimmen klangen gebrechlich. Doch trotzdem empfand Giacomo kein Mitleid. In der anderen Richtung sah Giacomo eine für ihn bekannte Silhouette. Er richtete sich auf und versuchte seinen Blick zu schärfen. Dann erkannte er Edward Mollard wieder. Edward schrie einen Jungen regelrecht an. Was mochte wohl deren Gesprächsthema sein. Giacomo wartete noch ein wenig und beobachtete die beiden. Letztendlich verschwand Edward Mollard schimpfender Weise und der junge Mann blieb alleine da. Er schien zu weinen. Giacomo ging auf den Jungen zu, er erkannte, dass der Junge tatsächlich weinte. Giacomo ging schneller und streckte seine Hand aus. Aus reinem Reflex! Der Junge bemerkte Giacomo und wich ein wenig zurück. Er blickte verängstigt. „Entschuldigung. Ich habe gesehen, wie du dich gerade mit diesem Mann gestritten hast. Ist alles in Ordnung?“, fragte Giacomo nach. Er kramte nach einen Taschentuch und reichte es dem Jungen. Er nahm es an und tupfte sich die Tränen ab. „Ja, es ist alles in Ordnung. Dieser Mann ist mein Vater. Wir hatten... einige unschöne Dinge zu klären.“ Der Junge hatte eine schwache Stimme genauso wie die alten Männer von vorhin. „Nun, ich kenne diesen Mann. Er heißt Edward Mollard, richtig?“ Der Junge nickte. Giacomo fragte, wie der Junge wohl hieße. „Mein Name ist Lloyd. Wie gesagt, ich bin der Sohn von ihm.“ Giacomo lächelte und lehnte sich neben den Jungen. Er wusste, dass Lloyd die Holzschatulle bemerkt hatte. Giacomo hielt diese Truhe nun vor ihnen. „Ich glaube, ich habe etwas bei mir, was eigentlich deinem Vater gehört, oder?“ Lloyd nickte. „Diese Truhe gehört eigentlich meinem Vater, ja.“ Giacomo wunderte sich. Lloyd klang mit einem Mal so merkwürdig nervös. Was hatte dies zu bedeuten? Giacomo reichte die Dose seinem Nachbarn. „Dann sei so nett und gib sie ihm wieder. Du musst wissen, dass ich deinem Vater diese Schatulle schon längst wieder geben wollte.“ - „Ja, ich glaube ihnen. Wie ist übrigens ihr Name?“,wollte Lloyd wissen. „Mein Name ist Giacomo Ceccarelli.“ Doch plötzlich stand Edward Mollard vor den beiden. Sein Gesicht erschien zornig. Er blickte zu Lloyd. „Mein Sohn, du kommst sofort mit. Woher hast du denn meine Schatulle? Ich habe sie bereits überall gesucht. Du sollst nicht an meine Eigentümer gehen, haben wir uns da verstanden?“, schrie Edward geradezu euphorisch. Ehe sich Lloyd verabschieden konnte, da musste er sich auch schon seinem verschwindenden Vater anschließen. Giacomo blickte den beiden nur noch hinterher. Er war verwirrt. Doch immerhin hatte er dieses Missverständnis aufgeklärt. Dann ging er langsam wieder in Richtung seiner Suite. Am Ende des Gangs sah er eine Frau stehen. Sie beobachtete ihn. Doch auch sie verschwand plötzlich um die Ecke und Giacomo war für diesen Abend nun gänzlich verwirrt. Sehr viele Ereignisse hatten sich an diesen Abend wieder gehäuft und Giacomo musste sich erst einmal ausruhen...


Carolyn stöhnte vor Schmerz. Ihr tat die Nase weh. Der Schiffsarzt hatte tatsächlich diagnostiziert, dass es sich um einen Nasenbruch handelte. Die Blutungen konnten jedoch relativ schnell gestoppt werden. Der Doktor sagte, dass es sich um einen glatten Bruch handelte. Carolyn müsse lediglich die Nase ruhig stellen. Doch als der Schiffarzt ihr eine heilende Salbe auf die Nase gab, da zuckte sie vor Schmerz zusammen. Carolyn konnte ein paar Tränen nicht unterdrücken. Doch glücklicherweise war sie nicht allein. Denn ihr Bruder Lloyd war bei Carolyn. Lloyd spendete ihr Trost. Auch ihr Vater und Miss Marchand, die Carolyn ja vor einer bösen Situation gerettet hatte, waren auch dabei. „Der Schmerz ist wirklich unerträglich. Es tut so weh!“, beschwerte sich Carolyn. „Schon in Ordnung, Schwesterherz. Wir alle teilen dein Leid.“ Lloyd war wirklich sanftmütig zu ihr. Genau das brauchte Carolyn gerade. „Carolyn, ich muss noch etwas erledigen. Daher muss ich jetzt gehen!“, erklärte Carolyns Vater hastig und verschwand kurz unmittelbar danach. Während Lloyd und Miss Marchand ihm hinterher schauten, stand Carolyn auf und befristete einen Moment ihr Dasein. Sie verzog ihr Gesicht vor Schmerz und drohte umzufallen. Doch Lloyd und Miss Marchand fingen Carolyn auf und sie bedankte sich mit einem leisen Stöhnen. Plötzlich öffnete sich die Tür zum Arztzimmer. Ein fremder Mann erschien zusammen mit Carolyns Vater. Er sah gut aus! Schwarze Haare, dunkelbraune Augen, ein kantiges Gesicht und trotzdem ein solch freundlicher Blick. Er schien äußerst fröhlich zu sein. Doch er schien ebenso kein Interesse an der verletzten Carolyn zu haben. Ebenso wenig an Miss Marchand, die er als die unbekannte Person von vorhin identifizierte. Seine Aufmerksamkeit galt vollkommen Lloyd und Edward. „Mister Mollard, ich möchte noch einmal kurz dieses Missverständnis aufklären. Sie haben bei unserer Begegnung heute Morgen diese Holzschatulle verloren. Ich hatte doch vor, sie ihnen wiederzugeben. Aber zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits verschwunden. Die Kiste ist doch auch nicht beschädigt, sodass sie ein gewaltsames Öffnen meinerseits doch ausschließen können. Welches Motiv sollte ich denn haben?“ Edward jedoch würdigte diesen jungen Mann nicht eines Blickes. Er erklärte nur, dass er Mister Ceccarelli Glauben schenken würde. „Ich habe nun verstanden, Mister Ceccarelli.“ Carolyn blickte noch immer entgeistert zu diesem gut aussehenden Mister Ceccarelli, der ihr keine Aufmerksamkeit widmete. Woher kannten sich plötzlich alle Personen, die in diesem Raum versammelt waren? Auf einmal drehte sich der junge Mann um und wandte sich an Carolyn. Er lächelte freundlich. „Das mit deiner Nase tut mir Leid. Ich wünsche dir gute Besserung...“, Mister Ceccarelli wandte sich an die ganze Gruppe, „...ich werde mich nun verabschieden. Ich für meinen Teil bin sehr erschöpft und möchte nun schlafen gehen. Vielleicht können wir uns morgen allesamt bei einen Brunch etwas näher kennenlernen?“ Alle nickten teilnahmslos. Mister Ceccarelli verschwand kurz darauf, Edward folgte ihm dicht. Lloyd und Miss Marchand drehten sich wieder zu Carolyn um, sie schien noch immer verblüfft wegen des plötzlichen Auftauchens von diesem gut aussehenden Mann. „Komm, Schwesterherz, ich stütze dich jetzt und dann gehen wir auf unsere Suite.“ Lloyd stützte Carolyn und zusammen verabscheideten sie sich auch von Miss Marchand und bedankten sich bei ihr. Nun waren Chloé und der Schiffsarzt alleine in dem Behandlungszimmer. Sie drehte sich um, schaute ihn an und verabschiedete sich zuletzt auch und verschwand.


„Mister Ceccarelli, ich habe eine Bitte an sie.“ Edward Mollard und Giacomo Ceccarelli hatten sich in eine Ecke im Gang versteckt und unterhielten sich. Edward hatte ein dringendes Anliegen. „Für ihre Diskretion möchte ich mich noch einmal bedanken. Vielen Dank, dass sie diese Dose mit Behutsamkeit behandelt haben. Und genau aus diesem Grund habe ich etwas, um das ich sie bitten muss.“ Giacomo nickte ernst. „Sie haben meine Schatulle gefunden. Können sie erahnen, was dort drin sein könnte?“, fragte Edward. Doch Giacomo verneinte. Daraufhin erklärte Edward ihm, dass er in seiner Vergangenheit Kokain im großen Stil verkauft hatte. Er bereue dies jedoch und wolle nun einen Neuanfang in Amerika beginnen und das noch vorhandene Kokain ein letztes Mal verkaufen. Dieses Kokain befand sich in der Schatulle. „Und sie erwarten jetzt von mir, dass ich ihnen das Kokain abkaufe?“, wollte Giacomo wissen. Edward schüttelte seinen Kopf. „Nein, dass ist es nicht. Jedoch habe ich das ständige Gefühl, dass ich beobachtet werde. Selbst wenn es nur ein Gefühl ist, so bitte ich sie, dass sie für mich dieses Kokain aufbewahren könnten, bis das Schiff in Amerika anlegt.“ Giacomo konnte nicht glauben, was er gerade eben hörte. Hatte dieser Mann ihn gerade ernsthaft darum gebeten, dass er eine große Menge Drogen aufbewahren solle? „Ich bitte sie inständig darum!“, fügte Edward mit Nachdruck hinzu. Doch Giacomo schüttelte ungläubig den Kopf. Edward öffnete seinen Mantel ein wenig, damit man etwas erkennen konnte. Giacomo blickte genau hin und erkannte, dass Edward eine Waffe unter seinem Mantel verbarg. Daraufhin wollte Giacomo nach ihn greifen, doch Edward deutete ihn, dass er ruhig sein solle. „Mister Ceccarelli, ich zeige ihnen diese Waffe nicht, weil ich nach ihrem Leben trachte. Ich möchte ihnen lediglich den Ernst dieser Angelegenheit verdeutlichen. Ich habe vor lauter Paranoia vor einiger Zeit eine Schusswaffe zum eigenen Schutz gekauft. Deswegen tun sie mir bitte diesen Gefallen.“ Giacomo wich zurück und verfiel in seine ernste Miene. Er nickte. „Ich habe verstanden. Ich werde darüber nachdenken.“ Zufrieden nickte Edward und reichte Giacomo die Hand. „Dann wünsche ich ihnen noch einen guten Abend. Sie können mich übrigens mit Edward ansprechen.“ Sie verabschiedeten und jeder ging den seinen Weg.
Als Giacomo kurz vor seiner Suite angekommen war, da blickte er hinter sich. Aus der Richtung, aus der er gerade gekommen ist, konnte er schon wieder diese Frau erkennen. Die, die auch gerade beim Schiffsarzt im Zimmer war. Hatte sie etwa Edward und Giacomo abgehört? Nein, das konnte nicht sein! Giacomo mochte nicht mehr daran denken. Heute Abend war schon soviel geschehen. Er schloss die Tür seiner Suite hinter sich zu und legte sich zum Schlafen hin...


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